Der Wirtschaftsstandort Niedersachsen

Rubrik: Wirtschaft Autor: Jitka Mencl-Goudier
Januar 2020

Niedersachsen ist mit rund 8 Millionen Einwohnern der Bevölkerungszahl nach das viertgrößte Bundesland Deutschlands. Es steht mit einer Fläche von rund 47.600 km² unter den 16 deutschen Ländern auf dem zweiten Platz hinter Bayern. Neben der Landeshauptstadt Hannover gibt es sieben weitere Großstädte: Braunschweig, Oldenburg, Wolfsburg, Göttingen, Hildesheim und Salzgitter.

Die niedersächsische Wirtschaft ist überwiegend von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geprägt. Niedersachsen zählt rund 288.000 KMU. Der Wirtschaftsraum Wolfsburg-Hannover-Braunschweig ist mit seinem Know-how einer der größten Ballungsräume der europäischen Automobilwirtschaft. In enger Kooperation mit Hamburg und Bremen gehört Niedersachsen zu den wenigen Luftfahrtstandorten in Europa, die die komplette Wertschöpfungskette des Luftfahrzeugbaus beherrschen. Daneben ist Niedersachsen seit Jahren das Schiffbauland Nr. 1 in Deutschland und nach Hamburg Deutschlands zweitgrößter Reedereistandort. Als traditionsreiches Agrarland stellt Niedersachsens Land- und Ernährungswirtschaft nach der Automobilindustrie die wichtigste Branche im Land dar. Niedersächsische Unternehmen im Bereich Landmaschinenbau und der Pflanzenzucht sind weltweit führend.

Die Wirtschaftsleistung in Niedersachsen ist 2018 erneut gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs inflationsbereinigt um 1,1 %. Der Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen betrug 296 Milliarden Euro (LSN, Landesamt für Statistik in Hannover). Besonders deutlich haben die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe (plus 2,8 %) und Unternehmensdienstleistungen (plus 2,3 %) zum realen Wachstum beigetragen.

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