Die Wirtschaftsregion Auvergne-Rhône-Alpes

Rubrik: Wirtschaft    Autor: Dieter Gläsener / SaarLB

Mit einer Fläche von 69.711 km², 8 Millionen Einwohnern, einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 244 Milliarden Euro und mehr als 600.000 Unternehmen in Industrie, Gewerbe und dem Bau- und Dienstleistungssektor, gehört die Region Auvergne-Rhône-Alpes zu den großen Regionen in der EU. Gemessen am BIP ist sie nach der Region Ile-de-France die wirtschaftsstärkste Region Frankreichs.

Die Region im Zentralosten Frankreichs profitiert vor allem von ihrer strategischen Positionierung als Knotenpunkt des europäischen Handels, der Nähe zu wichtigen Märkten wie Italien und der Schweiz, einer hohen Lebensqualität und einer jungen, aktiven Bevölkerung. Ein hohes Potenzial in Forschung und Innovation und ein gehobenes Ausbildungsniveau beeinflussen positiv die wirtschaftliche Aktivität und Attraktivität der Region.

Eine Region mit dynamischer Wirtschaft und attraktivem Arbeitsmarkt

Als erste industrielle Region in Frankreich mit 700.000 Unternehmen und 500.000 Arbeitsplätzen in der Industrie, verfügt die Region Auvergne Rhône-Alpes über ein solides Fundament im Industriesektor und ist für ausländisches Kapital sehr attraktiv. Gemäß einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Wirtschaftsbilanz des nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (Insee), bleibt die regionale Wirtschaft der Region dynamisch, vor allem bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. Im Jahr 2017 ist eine Steigerung um 1,9 % der Beschäftigten im privaten Sektor zu verzeichnen. Auf nationalem Niveau waren es 1,6 %. Der Dienstleistungssektor bleibt der dynamischste, die Beschäftigungszahlen in Industrie und dem Bausektor haben ebenfalls zugelegt.

Traditionell stark sind die Branchen Energie, Pharma, Chemie, Biotechnologie, Metall, Kunststoff, Automobil, IT und Tourismus. Hervorzuheben ist die wichtige Rolle als Energieerzeuger. Die Region produziert über 40 % der gesamten französischen Elektrizität aus Wasserkraftwerken. Die großen Industriezentren befinden sich in Lyon, Grenoble, Annecy, Saint-Etienne, Roanne und Cluses. Starke Branchenkonzentrationen gibt es in den Branchen Chemie in Lyon und Mikroelektronik um Grenoble.

Florierender Tourismussektor und hervorragende Infrastruktur

Wichtigste Branche des Dienstleistungssektors ist der Tourismus. Die Region Auvergne-Rhône-Alpes punktet mit hohen Übernachtungszahlen. Allein im Jahr 2017 wurden 36 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Dies entspricht einem Plus von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr – ein Rekord in der Region im letzten Jahrzehnt.

Die Region profitiert von der gut ausgebauten Infrastruktur Frankeichs. Der Hochgeschwindigkeitszug TGV verbindet Paris mit Lyon, dem Verwaltungssitz der Region, in nur zwei Stunden.

Vielversprechender Markt für Immobilieninvestitionen

Der Investitionsmarkt für Gewerbeimmobilien hat in der Region im Jahr 2017 ein Volumen von 908 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Getragen wird dieses Wachstum vom niedrigen Zinsniveau (1,5 % Ende 2017) und effizienten staatlichen Förderungsmaßnahmen wie zinslosen Darlehen (PTZ). Der Ballungsraum Lyon bestätigt im Jahr 2017 seinen Rang als zweiter Gewerbeimmobilienmarkt Frankreichs nach der Region Ile-de-France.

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