Umfrage: Schlechte Homeoffice-Bedingungen machen viele Arbeitnehmer krank

Rubrik: Gesellschaft Autor: Jitka Mencl-Goudier
August 2021

Das Homeoffice hat viele Vorteile, aber es gibt auch Probleme: Laut einer neuen Umfrage des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag des Prüfkonzerns Dekra machen schlechte Arbeitsplätze vielen Heimarbeitern in Deutschland gesundheitlich zu schaffen.

Mehr als jeder dritte Homeoffice-Nutzer klagt demnach über gesundheitliche Probleme wegen eines schlechten Arbeitsplatzes. 36 % der befragten Heimarbeiter gaben an, dass bei ihnen aufgrund eines "mangelhaften, nicht-ergonomischen Arbeitsplatzes" Verspannungen sowie Rücken- oder Kopfschmerzen aufgetreten seien. Frauen sind demnach davon etwas häufiger betroffen als Männer.

Schlechte Ausstattung und Störungen

34 % der Befragten bemängelten darüber hinaus eine fehlende oder unzulängliche Arbeitsausstattung, zum Beispiel einen zu kleinen Bildschirm oder instabiles Internet. 32 % stellten bei sich längere Arbeitszeiten oder Arbeitsphasen zu für sie untypischen Zeiten – etwa am Abend oder am Wochenende – fest.

Als weitere größere Probleme empfanden Homeoffice-Beschäftigte Störungen durch die Wohnsituation oder den Alltag, etwa durch Familienangehörige oder Nachbarn (30 %), sowie Störungen wegen nicht klar von der Restwohnung abgegrenzter Arbeitsbereiche (27 %). 23 % fehlten laut Umfrage die Wahrnehmung durch den Arbeitgeber oder die Aufmerksamkeit des Chefs, 21 % beklagten Probleme mit der IT-Ausstattung.

Für die repräsentative Forsa-Umfrage wurden zwischen dem 27. November und 7. Dezember 2020 insgesamt 1502 zufällig ausgewählte Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Bei den Fragen zu den Auswirkungen der Arbeit im Homeoffice wurden den Angaben der Forsa zufolge nur die Antworten derjenigen Befragten berücksichtigt, die während der Corona-Pandemie auch ganz oder teils im Homeoffice arbeiten.

Link zur Umfrage: https://www.dekra.de/de/homeoffice-fluch-segen-asr2021/

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