YPO-Umfrage: Geschlechtervielfalt in der Wirtschaft macht Fortschritte

Rubrik: Gesellschaft Autor: Jitka Mencl-Goudier
August 2021        

Arbeitsethik, die Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen und Leidenschaft sind laut der neuen YPO-Umfrage die wichtigsten Faktoren, um eine Führungskraft zu werden. Die vom 10. bis 22. März 2021 durchgeführte Umfrage zur Geschlechtervielfalt in der Wirtschaft, an der 2.079 YPO-Mitglieder aus 106 Ländern teilgenommen haben, liefert Forschungsergebnisse über geschlechtsspezifische Hindernisse, denen sich Führungskräfte auf ihrem Weg zur Führungskraft gegenübersehen.

Die befragten YPO-Mitglieder lieferten mehrere wichtige Erkenntnisse darüber, wie alle Unternehmensführer einen gerechteren Weg in die Zukunft schaffen können, darunter die Durchführung von Voreingenommenheitsschulungen und die Unterstützung flexibler Arbeitsmöglichkeiten.

Insgesamt gaben 57 % der weltweit befragten Führungskräfte an, dass ihre Unternehmen eine etwas oder deutlich größere Geschlechtervielfalt aufweisen als noch vor fünf Jahren. Von Frauen geführte Unternehmen berichten über mehr weibliche Vielfalt in ihren Vorständen, in der Geschäftsleitung und in ihren Organisationen. Weibliche Geschäftsführerinnen berichteten, dass 43 % ihres Senior Managements weiblich sind, im Vergleich zu 26 % in von Männern geführten Unternehmen.

Weibliche Führungskräfte sehen sich auch häufiger mit dem „Spagat zwischen Respekt und Sympathie" (30 %) und der „Überwindung der Vorurteile anderer über mich" (20 %) konfrontiert als ihre männlichen Kollegen. Im Gegensatz dazu mussten nur 9 % der männlichen Chefs Vorurteile überwinden.

73 % der weiblichen Befragten nahmen Urlaub oder opferten das berufliche Fortkommen aufgrund von familiären Bedürfnissen. Bei den männlichen Befragten waren es nur 42 %.

Die kompletten Umfrageergebnisse sind auf YPO.org verfügbar. 

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