Pôle Franco-Allemand > Wirtschaft > Aktivitätsrückgang der deutschen und französischen Fertigungsindustrie stärker als erwartet

Der Rückgang der Produktion und der Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe hat sich in der Eurozone im Oktober stärker beschleunigt als zuvor geschätzt, insbesondere in Deutschland und Frankreich.

Aktivitätsrückgang der deutschen und französischen Fertigungsindustrie stärker als erwartet

Der Rückgang der Produktion und der Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe hat sich in der Eurozone im Oktober stärker beschleunigt als zuvor geschätzt, insbesondere in Deutschland und Frankreich. Das ist das Ergebnis der PMI-Umfrage von S&P Global.

Einkaufsmanagerindex auf dem niedrigsten Stand seit 29 Monaten

Der PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone, der auf der Grundlage von Unternehmensbefragungen berechnet wird, ist schlechter als erwartet. Er fiel im Oktober auf 46,4 und damit auf den niedrigsten Stand seit 29 Monaten, nachdem er im September noch bei 48,4 gelegen hatte. PMI steht für Purchasing Managers Index (zu deutsch Einkaufsmanager-Index) und ist ein nützlicher Indikator für die aktuelle Verfassung eines bestimmten Wirtschaftssektors.

Ein Wert unter 50 deutet auf einen Rückgang der Aktivität hin, während ein Wert über 50 einen Anstieg signalisiert. Eine starke Korrektur ist für Deutschland mit einem auf 45,1 gesenkten PMI (zuvor 45,7) und für Frankreich mit einem auf 47,2 (zuvor 47,4) gesenkten PMI zu verzeichnen.

Die jüngsten S&P Global PMI-Daten zeigen, dass sich die Kontraktion des verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone zu Beginn des vierten Quartals weiter beschleunigt hat. Sowohl die Produktion als auch die Auftragseingänge gingen in einem Tempo zurück, das in den vergangenen 25 Jahren nur selten übertroffen wurde. Auch die Exportumsätze gingen stark zurück. Die geopolitische Unsicherheit, die Inflation und die Verschlechterung der Weltwirtschaftskonjunktur belasteten die Auslandsnachfrage.

Dass die Einkaufsmenge so stark reduziert wurde wie zuletzt im Mai 2020 trug mit zum nachlassenden Lieferdruck bei. Die Bestände an Vormaterialien legten allerdings erneut zu, da einige Unternehmen Vorratslager anlegten, um sich gegen Preis- und Lieferrisiken abzusichern.

Link : https://www.pmi.spglobal.com/Public/Home/PressRelease/e6f20d09043143bc846654f33e52cf89

 

Autor: Jitka Mencl-Goudier
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