Pôle Franco-Allemand > Wirtschaft > Corona-Krise: Pleitewelle bedroht kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland und Frankreich

Lange schienen die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland und Frankreich die Corona-Krise vergleichsweise gut zu überstehen.

Corona-Krise: Pleitewelle bedroht kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland und Frankreich

Lange schienen die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland und Frankreich die Corona-Krise vergleichsweise gut zu überstehen. Doch jetzt scheint sich das Blatt zu wenden. Sinkende Umsätze ziehen voraussichtlich Kündigungen und Konkurse nach sich. Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland und Frankreich sehen ihre Existenz bedroht.


Innovationsprojekte und Kreditrückzahlungen bedroht

Laut einer im August durchgeführten Umfrage der Beratungsgesellschaft McKinsey unter mehr als 2200 KMU in den fünf größten Volkswirtschaften Europas (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien) rechnet jedes fünfte Unternehmen in Frankreich mit einem Insolvenzantrag innerhalb der nächsten sechs Monate. Im deutschen Mittelstand fürchtet sich inzwischen infolge der Krise jede zehnte Firma davor, in einem halben Jahr vom Markt verschwunden zu sein. Eins von fünf deutschen Unternehmen hat zudem Angst davor, mit Krediten in Verzug zu geraten und Mitarbeiter entlassen zu müssen. Fast jeder vierte deutsche Mittelständler ist wohl gezwungen, Wachstums- und Innovationsprojekte auszusetzen. In Frankreich fürchten 17 % der KMU, ihre Kredite nicht zurückzahlen zu können.

Bei einer Betrachtung nach Branchen rechnen vor allem 22 % der Geschäftsführer in der Logistik mit einer Firmenpleite. Danach folgen mit 13 bis 15 % der Landwirtschaftssektor, Hotellerie und Beherbergung, Gaststätten und Verpflegung sowie Einzelhandel und Großhandel. Dabei scheint die Situation laut der McKinsey-Umfrage in Deutschland weniger dramatisch zu sein als in Frankreich.

Link zur Studie 

Autor: Jitka Mencl-Goudier
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