Pôle Franco-Allemand > Wirtschaft > Deutschland ist in 2020 wieder zweitgrößter ausländischer Investor in Frankreich

„Frankreich hat viele Vorteile und bleibt für ausländische Investoren attraktiv.“ bemerkt Christelle Garier-Reboul, Geschäftsführerin der französischen Niederlassung von B.

Deutschland ist in 2020 wieder zweitgrößter ausländischer Investor in Frankreich

„Frankreich hat viele Vorteile und bleibt für ausländische Investoren attraktiv.“ bemerkt Christelle Garier-Reboul, Geschäftsführerin der französischen Niederlassung von B. Braun. Dieses  deutsche Medizintechnikunternehmen investiert jedes Jahr in Frankreich, so auch in 2020 mehr als 20 Millionen Euro mit der Schaffung von 50 neuen Arbeitsplätzen. „Die aktuelle Regierung bereitet ein Umfeld, das Innovationen im Gesundheitsbereich zunehmend begünstigt. Kreativität und Steuervorteile für Forschung und Entwicklung sind weitere Vorteile. Unsere Muttergesellschaft hat Vertrauen in den französischen Standort. ”

Das denken auch andere deutsche Unternehmen. Denn trotz der durch die Covid-19 Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise behauptete Deutschland im letzten Jahr seine Position als zweitgrößter ausländischer Investor in Frankreich nach den Vereinigten Staaten und vor Großbritannien. Laut dem Bericht von Business France zu den ausländischen Investitionen in Frankreich 2020 hat Deutschland 201 Investitionsprojekte in Frankreich realisiert. Rund 4.000 Arbeitsplätze wurden geschaffen oder erhalten. Die deutschen Investitionen stellen 17 % der gesamten ausländischen Investitionen in Frankreich dar.

Ein Großteil der deutschen Investitionen sind in den Handels- und Vertriebssektor (26%) geflossen gefolgt von den Bereichen Automotive, Maschinenbau, Medizintechnik, Energie und Recycling. Bemerkenswert ist, dass fast 40 % der geschaffenen oder erhaltenen Arbeitsplätze der industriellen Produktion zukommen, 14% dem Logistiksektor, 11% der Forschung & Entwicklung sowie dem Engineering. Schließlich beinhalten 11 % der Projekte die Neugründung eines Firmensitzes in Frankreich.

Die meisten deutschen Investitionen entfallen auf die Region Grand Est (32 Projekte), danach folgen Auvergne-Rhône-Alpes (29 Projekte) und Île-de-France (26 Projekte).

Guy Maugis, der Präsident der Deutschen-Französischen Industrie- und Handelskammer, begrüßt das deutsche Engagement: „Es ist ein Beweis ist für die Intensität der wirtschaftlichen Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich.“ Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer und Business France gehen von 2.300 deutschen Unternehmen mit rund 320.000 Beschäftigten in Frankreich aus.


Autoren:
 Alexandra Seidel-Lauer, Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer / AHK Frankreich
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