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Frankreich ist Deutschlands engster und wichtigster Partner in Europa.

Gemeinsame Kulturprojekte, ein wichtiger Bestandteil der deutsch-französischen Beziehungen

Frankreich ist Deutschlands engster und wichtigster Partner in Europa. Mit keinem anderen Land gibt es eine so enge Zusammenarbeit. Dies gilt ganz besonders für die Kultur.

Frankreich ist Deutschlands engster und wichtigster Partner in Europa. Mit keinem anderen Land gibt es eine so enge Zusammenarbeit. Dies gilt ganz besonders für die Kultur. Auf der Grundlage des Deutsch-Französischen Kulturabkommens vom 23. Oktober 1954 haben Frankreich und Deutschland eine intensive Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet entwickelt, die einen wesentlichen Bestandteil der Beziehungen zwischen beiden Ländern darstellt.

Wir stellen einige der wichtigsten deutsch-französischen Kulturprojekte vor.

Film und Fernsehen

In den Bereichen Film und Fernsehen arbeiten beide Länder besonders eng zusammen. Die Gründung des gemeinsamen Kultursenders „Arte“ unter Bundeskanzler Kohl und Staatspräsident Mitterrand 1991 war ein Meilenstein in den deutsch-französischen Beziehungen.

Im Rahmen des „Mini-Traité“, des deutsch-französischen Fonds für gemeinsame Filmproduktionen, werden seit 2001 jährlich drei Millionen Euro für die Herstellung deutsch-französischer Koproduktionen bereitgestellt. Angesichts der Erfolgsgeschichte ist das Mini-Traité um eine Projektentwicklungsförderung erweitert worden. Seit Januar 2015 stehen dafür zusätzlich insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung.

Die deutsch-französische Filmakademie fördert die filmische Zusammenarbeit beider Länder und ermöglicht französischen und deutschen Produzenten Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. 

Das 2003 ins Leben gerufene Deutsch-Französische Filmtreffen bringt Fachleute für zwei Tage zusammen, um sich über die großen Herausforderungen der binationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Film und Produktion auszutauschen. Die Veranstaltung hat ihre 21. Ausgabe im Oktober im Goethe-Institut in Paris gefeiert. 

Ein deutsch-französisches Netzwerk des künstlerischen Austauschs

Längerfristige Kooperationen haben sich auch im Bereich der Museen, Theater, Bibliotheken und Archive entwickelt und dauerhaft bewährt.

Die Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das französische Ministerium für Kultur und Kommunikation fördern gemeinsam die Verbreitung der Werke junger Autorinnen und Autoren im Nachbarland. Dazu haben sie 2010 den Franz-Hessel-Literaturpreis ins Leben gerufen, der alljährlich von der Villa Gillet und der Stiftung Genshagen ausgerichtet wird. Er soll dazu beitragen, den literarischen und intellektuellen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich zu vertiefen. 

Hinzu kommen Projekte wie der „Impuls Neue Musik“, mit dem Kooperationsprojekte in der zeitgenössischen Komposition gefördert werden. Das Projekt „Transfabrik“ führt deutsche und französische Theater zusammen.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) unterstützt in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Kunstbereich Projekte für junge professionelle Künstler, die dazu dienen, das Verständnis für die Kunst- und Kulturszene zu fördern, sowie den Zugang zum Kunstmarkt des Nachbarlandes zu erleichtern. Darüber hinaus wird über einen Auslandsaufenthalt von Kunstschaffenden die Vernetzung untereinander verstärkt.

Festival Perspectives in Saarbrücken

Das Festival Perspectives ist das einzige deutsch-französische Festival für darstellende Künste in Deutschland, das von Deutschland und Frankreich gemeinsam finanziert wird.

Mit der Stadt Saarbrücken als Schauplatz – ideal gelegen zwischen Frankreich, dem Saarland und Luxemburg – vereint das Festival jedes Jahr ein großes internationales Publikum. Wie kein anderes Festival fördert das Festival Perspectives den interkulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern und lädt die Zuschauer ein, das zeitgenössische Bühnenschaffen ihres jeweiligen Nachbarn zu entdecken.

Das vielfältige Programm umfasst Disziplinen von Theater und Performance über zeitgenössischen Tanz, französischen Zirkus, Straßentheater und Marionettentheater bis hin zum Musikprogramm.


Autorin: Jitka Mencl-Goudier

©shutterstock.com


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