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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni nach zwei Anstiegen in Folge wieder eingetrübt.

Ifo-Index: Geschäftsklima in Deutschland trübt sich leicht ein

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni nach zwei Anstiegen in Folge wieder eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel unerwartet um 0,7 auf 92,3 Punkte, wie das Münchener Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Die Erwartungen fielen pessimistischer aus als noch im Mai, begründet laut Ifo-Index mit den steigenden Energiepreisen und der drohenden Gasknappheit, die der deutschen Wirtschaft große Sorgen bereiten.

Vor allem im verarbeitenden Gewerbe erhielt der Index einen deutlichen Dämpfer. Die Unternehmen bewerteten die aktuelle Lage etwas schlechter und blicken merklich pessimistischer auf das zweite Halbjahr. Betroffen ist in erster Linie die chemische Industrie.

Auch im Handel hat der Indikator stark nachgegeben. Die Erwartungen der Groß- und Einzelhändler fielen auf den niedrigsten Stand seit April 2020.

Stimmung steigt im Dienstleistungssektor und Bauhauptgewerbe

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima dagegen verbessert. Die Dienstleister bewerteten die aktuelle Lage etwas besser als noch im Mai.

Ein leichter Anstieg des Geschäftsklimas ist auch im Bauhauptgewerbe zu beobachten. Die Unternehmen bewerteten die Lage aufgrund der Corona-Lockerungen etwas besser als noch im Vormonat.

Einen guten Sommer erlebt auch das Gastgewerbe. Transport und Logistik blicken hingegen pessimistisch auf das zweite Halbjahr.

Drohende Rezession befürchtet

Der russische Einmarsch in die Ukraine sorgt für steigende Rohstoffpreise, zunehmende Lieferengpässe und erhöht die Unsicherheit bei Firmen und Verbrauchern. Daher hat das Ifo-Institut seine Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr von 3,1 auf 2,5 % gesenkt.

Link: https://www.ifo.de/pressemitteilung/2022-06-24/ifo-geschaeftsklimaindex-gesunken-juni-2022

 

Autor: Jitka Mencl-Goudier
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