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Die Telearbeit ist gestärkt aus der Gesundheitskrise im Zusammenhang mit Covid-19 hervorgegangen und hat sich seit 2020 in vielen französischen Unternehmen weitgehend durchgesetzt.

Jedes zweite französische KMU erlaubt Arbeit im Homeoffice

Die Telearbeit ist gestärkt aus der Gesundheitskrise im Zusammenhang mit Covid-19 hervorgegangen und hat sich seit 2020 in vielen französischen Unternehmen weitgehend durchgesetzt. In einer neuen Studie stellt Bpifrance fest, dass fast jedes zweite Kleinst- und mittelständische Unternehmen die Arbeit im Homeoffice inzwischen zulassen würde.

Die staatliche Investitionsbank befragte 2.913 Führungskräfte von Kleinstunternehmen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und stellte fest, dass Ende 2021 46 % der Unternehmen die Telearbeit erlaubt haben. Vor Beginn der Krise waren es nur 27 %. Und 38 % der befragten Führungskräfte haben die Anzahl der genehmigten Tage im Vergleich zu den Vor-Covid-Zeiten erhöht. Die Arbeitszeit im Homeoffice ist durchschnittlich von 0,75 auf 1,3 Tage pro Woche gestiegen.

Während die Unternehmensgröße vor der Krise keinen Einfluss auf die Nutzung von Telearbeit hatte, haben nach der Krise die größten KMU die Arbeit im Homeoffice am stärksten ausgeweitet. Ende 2021 war der Anteil der Telearbeit in KMU mit 10 bis 49 Beschäftigten doppelt so hoch wie in Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten. Das Verhältnis steigt auf 5 bei KMU mit 50 bis 99 Beschäftigten.

Telearbeit liegt weiterhin im Trend

Die Corona-Krise hat die Arbeitsorganisation nachhaltig verändert. 74 % der Führungskräfte, die während der Krise verstärkt auf Telearbeit zurückgegriffen haben, planen die zusätzlichen Homeoffice-Arbeitstage zumindest teilweise fortzuführen. Diese Absicht wird besonders häufig von den kleinen und mittleren Unternehmen in der Region Ile-de-France genannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Telearbeit dauerhaft einführen, ist mehr als doppelt so hoch wie in anderen Regionen.

52 % der Führungskräfte sind der Meinung, dass ihre Mitarbeiter im Homeoffice genauso produktiv sind wie vor Ort, und 7 % glauben sogar, dass sie produktiver sind. Umgekehrt halten 26 % der Führungskräfte ihre Mitarbeiter für weniger produktiv, wenn sie von zu Hause aus arbeiten. Unternehmen, die bereits vor der Krise die Telearbeit eingeführt haben, schätzen die Produktivität ihrer Mitarbeiter im Homeoffice höher ein als im Büro.

Zur Studie:  Le télétravail dans les PME : une pratique boostée par la crise (bpifrance.fr)

 

Autor: Jitka Mencl-Goudier
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