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Fast 80 % der deutschen Führungskräfte befürchten, die Kontrolle über ihre Entscheidungen zu verlieren, wenn Künstliche Intelligenz (KI) in den Entscheidungsprozess einfließt.

Studie: Künstliche Intelligenz gefährdet Autonomie von deutschen Führungskräften

Fast 80 % der deutschen Führungskräfte befürchten, die Kontrolle über ihre Entscheidungen zu verlieren, wenn Künstliche Intelligenz (KI) in den Entscheidungsprozess einfließt. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die die Unternehmensberatungsfirma Kienbaum zusammen mit der ada Learnung GmbH durchgeführt hat.

68 % der befragten Führungskräfte gibt an, dass in ihrem Unternehmen bereits KI-Systeme eingesetzt würden. Ein weiteres Drittel (32 %) berichte, dass das eigene Unternehmen plane, KI-Systeme zu verwenden. Dabei sei der Einsatz von KI strategisch relevant für die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen.

Unklare Verantwortlichkeiten und Angst vor Kontrollverlust

Drei von vier deutschen Führungskräften berichten, dass die Verantwortlichkeit in Bezug auf KI-basierte Entscheidungen oftmals unklar ist. 67 % der befragten Führungskräfte sagen, dass die Verantwortung bei denen liege, die die KI programmiert hätten. Darüber hinaus befürchteten 78 % der Führungskräfte, die Kontrolle über ihre Entscheidungen in ihrem Verantwortungsbereich zu verlieren, wenn KI in den Entscheidungsprozess involviert sei. Unklare Verantwortlichkeiten, die Angst vor Kontrollverlust und eingeschränkte Autonomie scheinen sich demnach in einer ausgeprägten Risikoaversion niederzuschlagen. Knapp zwei Drittel der Führungskräfte fühlten sich daher unwohl, Risiken einzugehen, die aus den Empfehlungen einer KI resultierten. Weitere 70 % vertrauten daher lieber ihrer eigenen Risikobewertung als der der KI. In unsicheren Zeiten jedoch seien die Führungskräfte eher gewillt, ihre Entscheidungen durch die KI treffen zu lassen.

Link zur Studie: https://www.kienbaum.com/de/ki-studie/

 

Autor: Jitka Mencl-Goudier
© shutterstock.com


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