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Die Präsenz mittelständischer Unternehmen in Social Media-Plattformen ist noch ausbaufähig.

Warum mittelständische Unternehmen Social Media-Plattformen nutzen sollten

Die Präsenz mittelständischer Unternehmen in Social Media-Plattformen ist noch ausbaufähig.

Mittelständische Unternehmen in Deutschland und Frankreich haben spätestens seit Beginn der Corona-Krise ein Bewusstsein dafür entwickelt, wie entscheidend digitale Kanäle für die Pflege von Kundenbeziehungen und die Erweiterung der eigenen Zielgruppe sein können. Ihre Präsenz in Social Media-Plattformen ist aber noch ausbaufähig.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Gelbe Seiten belegt, dass derzeit nur jedes dritte kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland Social Media-Plattformen wie Facebook, YouTube nutzt, um eigene Produkte und Dienstleistungen zu bewerben oder um mit Neu- und Bestandskunden in Kontakt zu treten. Hauptgründe, um sich in den sozialen Medien zu präsentieren, sind neben Marketing und Kundenakquise (90 %) die Mitarbeitergewinnung (35 %), Kundenbetreuung und Reklamation (33 %) und die interne Kommunikation (20 %).

Mit 3 Millionen mittelständischen Unternehmen und 30 Millionen Online-Konsumenten bietet auch Frankreich ein großes Potential für Social Media. Vor allem die kleinen mittelständischen Unternehmen haben aber noch Nachholbedarf was ihre Präsenz im Internet und den Social Media-Plattformen angeht.

Welche Netzwerke lohnen sich wirklich?

Als Ausgangspunkt für die Auswahl der richtigen Kanäle sollten mittelständische Unternehmen zunächst festlegen, welche Inhalte im Rahmen welcher Formate (Bilder, Artikel, Videos) über Social Media kommuniziert werden sollen. Denn nicht alle Plattformen sind zwangsläufig für die eigenen Inhalte und die eigene Unternehmenstätigkeit relevant.

Facebook

Immer wieder totgesagt und doch klettern die Zahlen weiter: Rund 2,74 Milliarden aktive Nutzerinnen und Nutzer verzeichnet Facebook laut Digitalreport weltweit. Das soziale Netzwerk hält sich weiterhin an der Spitze. In Deutschland nutzen gut 60 % der Internet-NutzerInnen Facebook regelmäßig. In Frankreich liegt der Anteil bei rund 73 %.

Facebook ermöglicht es, gezielt die Menschen zu erreichen, die für ein Unternehmen wichtig sind und sich für die jeweiligen Angebote interessieren. Zielgruppen lassen sich nicht nur punktgenau erreichen, sondern können auch ganz individuell und persönlich angesprochen werden.

Instagram

Instagram ist strategisch gesehen derzeit eines der vielversprechendsten Netzwerke. Weltweit über 1,2 Mrd. aktive NutzerInnen sowie 46,9 % der deutschen Internet-NutzerInnen und 54 % der französischen NutzerInnen bilden ein immens großes Publikum. Besonders die gut umgesetzte Story-Funktion hat Instagram schnell eine hohe Beliebtheit verschafft.

In kaum einem anderen Netzwerk lässt sich organisch noch eine hohe Reichweite erzielen. Da viel über die Bilder läuft, sollten mittelständische Unternehmen in Grafikarbeit und gute Fotos investieren, um wirklich erfolgreich zu arbeiten.

LinkeIn

LinkedIn ist ein Business-Netzwerk zum Knüpfen von Kontakten und zur Präsentation des eigenen Unternehmens. Menschen sind nicht als Privatpersonen unterwegs, sondern als ArbeitgeberInnen oder ArbeitnehmerInnen.  Weltweit nutzen rund 722 Mio. Menschen diese Plattform, in Deutschland sind es ca. 16 % der Internet-NutzerInnen, in Frankreich 23,6 %.

Auf LinkedIn finden die KMU BranchenexpertInnen, potenzielle ArbeitnehmerInnen und eine breite Zielgruppe mit großem Interesse an Unternehmensinhalten.

Gerade im B2B-Sektor ist LinkedIn wichtig, um Kontakte zu anderen Unternehmen zu knüpfen und dort die Markenbekanntheit zu steigern. Darüber hinaus ist LinkedIn die Anlaufstelle für die Gewinnung neuer MitarbeiterInnen. Mittelständler sollten LinkedIn also als Kanal auf jeden Fall in Betracht ziehen.

Im Vergleich zur globalen Plattform LinkedIn beschränkt sich das Karrierenetzwerk XING bewusst auf den DACH-Raum. Es wird in Frankreich gar nicht genutzt. XING ist deshalb für international ausgerichtete KMU nicht geeignet.

Weitere Netzwerke wie YouTube, Twitter, TikTok oder Pinterest können in Sonderfällen für mittelständische Unternehmen in Frage kommen.

 

Autor: Jitka Mencl-Goudier
© shutterstock.com


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